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24.11.07
Karin Ertl beendet ihre Laufbahn
Siebenkämpferin Karin Ertl hört auf. „Der Aufwand ist zu groß geworden. Ich musste große Entbehrungen hinnehmen. Meine Familie ist mir jetzt wichtiger“, erklärt die Athletin der LG Domspitzmilch Regensburg ihre Entscheidung.
Die letzten eineinhalb Jahre seien für sie nicht leicht gewesen. Immer wieder musste sie Rückschläge hinnehmen und Verletzungen bremsten sie im harten Qualifikationskampf für die internationalen Großereignisse, nachdem sie sich wieder gut in Form gebracht hatte. „Ich habe viel Pech gehabt“, meint die 33-Jährige.
Trotzdem blickt Karin Ertl nicht im Zorn zurück. „Ich habe die Welt gesehen und schöne Erinnerungen. Jetzt kann ich genießen, worauf ich Lust habe.“ Der Leichtathletik will sie weiterhin verbunden bleiben. Sie kann sich vorstellen, als Trainerin ihr Wissen weiterzugeben. „Ich möchte es damit langsam angehen lassen. Dann muss man sehen, wie es sich entwickelt.“
Die Entscheidung zum Rücktritt war in den letzten Monaten mehr und mehr gereift, nachdem sich Mitte der Freiluftsaison die Wege von ihr und ihrem Trainer Stefan Wimmer trennten und ihr Start bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten, auf den sie sich alleine vorbereitet hatte, einer Erkältung zum Opfer fiel.
Entscheidung gereift
Mit ihrem Gastspiel und den Eindrücken im Oktober bei den „Military World Games“ in Indien hat sich dann ihr Entschluss gefestigt, die Spikes an den Nagel zu hängen und sich zum Ausklang ihrer Laufbahn nicht mehr, wie zwischenzeitlich angedacht, den Einzeldisziplinen Hürdensprint und Hochsprung zu widmen. Auch die fehlende Förderung durch die Bundeswehr (Sportfördergruppe) und durch die Verbände (Kader) gab einen Ausschlag.
Vor dem Hintergrund des nahenden Karriereendes erklärt sich auch ihr „Missed Test“, für den sie jüngst vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) verwarnt worden war. „Ich hatte nicht die Absicht davonzulaufen“, unterstrich Karin Ertl, „ich war bei meinen Eltern, als ich krank war und nicht mehr trainiert hatte. Ich habe mich auch nicht mehr so darum gekümmert, nachdem für mich feststand, dass ich aufhören wollte.“
Elf Jahre deutsche Spitze
Die harte Linie im Anti-Doping-Kampf unterstützt die Mutter dabei völlig: „Ich finde es super, dass man das so konsequent macht. Jedem Leistungssportler muss klar sein, dass er seine Privatsphäre aufgibt. Ich hatte nie ein Problem mit Dopingkontrollen. In diesem Jahr bin ich sieben Mal kontrolliert worden.“ Dass ihr durch die Verwarnung nun zum Abschied ein Makel anhängen könnte, fürchtet sie nicht: „Es gibt ja eine Erklärung dafür.“
Karin Ertl, Mutter eines Sohnes, gehörte elf Jahre lang zur deutschen Spitze im Siebenkampf. Im Olympiajahr 2000 stellte sie in Götzis (Österreich) mit 6.396 Punkten ihre persönliche Bestleistung auf. Internationale Erfolge feierte sie 2000 in Gent (Belgien) als Hallen-Europameisterin und 2002 als Europacup-Siegerin. Außerdem holte sie 2001 bei der Hallen-WM in Lissabon (Portugal) Bronze und nahm an zwei Olympischen Spielen und zwei Freiluft-Weltmeisterschaften teil. „Ich habe viel erlebt und hatte schöne Erfolge“, stellt Karin Ertl zufrieden fest.
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14.06.07
Karin Ertl rüstet sich für großen Kampf
Für Karin Ertl ist die zweite Chance die erste, einzige und letzte. Auf den Start in Götzis (Österreich) musste die Regensburger vor zweieinhalb Wochen wegen einer Erkältung noch verzichten, jetzt geht es für die Siebenkämpferin am kommenden Wochenende (16./17. Juni) beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen im Rennen um die WM-Tickets um alles oder nichts.
„Das wird ein harter Kampf und nicht einfach. Die anderen haben schon etwas stehen“, sagt die 32-Jährige mit Blick auf die Götzis-Leistungen von Jennifer Oeser (TSV Bayer 04 Leverkusen; 6.366 Punkte), Lilli Schwarzkopf (LC Paderborn; 6.202), Claudia Tonn (LC Paderborn; 6.108) und Julia Mächtig (SC Neubrandenburg; 6.077). Dieses Quartett hat die WM-Norm von 6.000 Punkten bereits abgehakt und erwartungsgemäß früh für ein Überangebot an WM-Kandidatinnen gesorgt.
Karin Ertl, die noch ebenso wie die Neubrandenburgerin Sonja Kesselschläger Ansprüche anmelden will, rüstet sich nun zum Angriff. 6.200 Punkte traut sie sich allemal zu, was ihr die Chance auf den Trip nach Osaka (Japan; 25. August bis 2. September) eröffnen könnte. „Es ist nicht dass erste Mal, das Ratingen für mich die einzige und letzte Chance ist und es wäre nicht das erste Mal, dass ich diese nutzen würde“, sagt sie optimistisch, gesteht aber auch, dass sie „nervös wie Sau“ sei, das aber wahrscheinlich so sein müsse.
Zumindest fühlt sie sich gut: „Die Form entspricht der des letzten Jahres. Vielleicht ist sie sogar ein bisschen besser. Ich bin gut drauf und hoffe, dass ich in Ratingen nun in einem Siebenkampf alles zusammenbauen kann.“
14.01.07
Karin Ertl holt neuen Schwung
nach Negativerlebnis EM
Nach der Enttäuschung der Europameisterschaft im letzten Sommer, als sie von den Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) aus Göteborg (Schweden) mit Verweis auf ihren Gesundheitszustand wieder nach Hause geschickt wurde und nicht im Siebenkampf starten konnte, blickt Karin Ertl wieder optimistisch in das Jahr 2007.
„Nach Göteborg hatte ich wahnsinnig zu kämpfen. Dieses Negativerlebnis war brutal bitter, ich hatte keine Motivation mehr“, erinnert sich Karin Ertl nun mit dem entsprechenden Abstand zurück.
Trotzdem hatte der EM-Sommer auch sein Positives, immerhin erkannte die 32-Jährige: „Ich habe bewiesen, dass ich es noch kann.“ Deshalb hält sie auch an ihrem Ziel, der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking (China), fest.
Unmittelbar steht mit ihrem Start bei den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften in Frankfurt-Kalbach (27./28. Januar) aber zunächst ein „kleines Ziel“ bevor. Dort will sie unter die ersten Drei kommen. „Ich fühle mich langsam wieder fit und gut“, erzählt Karin Ertl, die mit der Arbeit ihrer aktuellen kleinen Trainingsgruppe von vier Athletinnen unter Coach Stephan Wimmer zufrieden ist: „Das gefällt mir ganz gut.“
Nach dem Auftritt in Hessen, vor dem sie noch bei den Bayerischen Hallen-Meisterschaften in der renovierten Münchner Lindehalle (20./21. Januar) dabei sein wird, will sich Karin Ertl wieder aus der Hallensaison zurückziehen und im Sommer dann im Siebenkampf mit neuem Schwung erneut angreifen, um der starken nationalen Konkurrenz Paroli bieten zu können. Das österreichische Mehrkampf-Mekka Götzis (26./27. Mai) ist dabei das erste große Reiseziel.
01.08.06
Karin Ertl
kurzfristig zur EM
Durch den
verletzungsbedingten Ausfall der Paderbornerin Claudia Tonn wurde Karin Ertl am
Dienstag kurzfristig für den Siebenkampf in das EM-Aufgebot des Deutschen
Leichtathletik-Verbandes (DLV) berufen.
Zuletzt stellte
die Regensburgerin bei den Bayerischen Meisterschaften mit ihrem Titelgewinn
über die 100 Meter Hürden (13,62 sec) eine gute Form unter Beweis.
"Ich freue
mich jetzt auf die EM", sagte Karin Ertl, die am Freitag oder Samstag
nach Schweden fliegen wird. Mit einem guten Auftritt will sie in Göteborg
die Nachnominierung rechtfertigen. Der Siebenkampf findet bei der
Europameisterschaft bereits zu Beginn, am 7. und 8. August, statt.
02.07.06
Karins
Ratingen-Rückblick
Vor einer Woche
kämpfte Karin Ertl beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen (24./25. Juni) um einen
Startplatz bei der Europameisterschaft in Göteborg (Schweden; 7. bis 13.
August).
Mit 6.236
Punkten, der besten Leistung seit fünf Jahren, kam sie auf Rang sechs. Als
viertbeste Deutsche reichte es trotzdem nicht ganz für ein EM-Ticket. (Foto:
Gantenberg)
Lesen Sie,
wie Karin selbst den Wettkampf erlebte:
Am Freitag vor dem Mehrkampf mache ich immer ein kurzes Einlaufprogramm und dabei war mein Oberschenkel das erste Mal seit der Verletzung Ende Mai in Götzis schmerzfrei. Es konnte losgehen.
Ich war natürlich wieder richtig schön nervös in der Nacht, aber das muss wohl so sein. Ich habe mich lange aufgewärmt für die Hürden, denn ich wusste ja nicht was mein Oberschenkel macht. Ich hatte einfach noch richtig Respekt vor einer erneuten Verletzung.
Die Hürden waren recht „unrund“, aber mit der Zeit von 13,53 Sekunden war ich zufrieden. Im Hochsprung haben mir die vier Wochen Training gefehlt. Es war trotzdem ein guter Wettkampf, aber bei 1,80 Metern waren die Akkus leer. 1,77 Meter gingen auf mein Konto.
Kugelstoßen konnten wir im Vorfeld schon trainieren, darum war ich über die 13,65 Meter etwas enttäuscht, es waren gute Stöße aber viel zu brav. Die 200 Meter musste ich nur durchhalten, ich traute mich nicht richtig Gas zu geben, denn im Training war nach 80 Metern meist Schluss mit dem noch angeschlagenen Oberschenkel. Die Zeit von 24,67 Sekunden war jetzt nicht schlecht, aber es summierten sich die Punkte, die dann fehlen. Mein Oberschenkel hat auch hier gehalten und das war schon ein Erfolg.
Die Nacht war wieder recht unruhig, aber auch das ist normal. Nun kam am Sonntag der Weitsprung, bei dem ich mir in Götzis den Faserriss zuzog und ich hatte Angst davor. Die ersten zwei Versuche bestätigten mein Verhalten. Mit 6,00 und 5,93 Metern konnte ich mir nix kaufen, aber mein Oberschenkel machte sich nicht bemerkbar und ich ging noch mal Vollgas aufs Brett und sprang für mich tolle 6,25 Meter und ich war wieder mit im Rennen.
Beim Speerwurf gelangen mir gleich im ersten Versuch 45,25 Meter, das war auch klasse. Jennifer Oeser, meine Konkurrentin um das EM-Ticket, übertraf sich im Speer ebenso und warf mit 47,71 Metern persönliche Bestleistung und war wieder auf neun Punkte an mich herangekommen.
Das hieß „Rennen“ für die 800 Meter! Solche Situationen mag ich ja überhaupt nicht, aber das half jetzt nichts. Ich hatte sechs Wochen kein 800-Meter-Training gemacht, denn in Götzis ist der Lauf ja verletzungsbedingt ausgefallen. Meine Taktik war, 200 Meter voll ranlaufen und dann dran bleiben. Das ist mir auch ganz gut gelungen, aber zum Schluss, 150 Meter vor dem Ziel bin ich auf den Randstein getreten und fast hingefallen. 20 Meter vor dem Ziel hätte ich beinahe noch eine "Florian Schönbeck-Einlage", geschafft so „blau“ war ich. Mir war eigentlich sofort klar, das es nicht für die EM gereicht hat.
Ich habe mit 6.236 Punkten einen ganz tollen Mehrkampf gemacht und mit der Vorgeschichte kann ich auch richtig stolz drauf sein, aber leider konnte ich mich keine Sekunde darüber freuen.
Lilli Schwarzkopf, Claudia Tonn und Jennifer Oeser waren besser. Sie haben auch einen ganz super Mehrkampf gemacht, alle drei persönliche Bestleistung! Es ist bitter, aber ich darf leider nicht nach Göteborg. Nun werde ich die Deutschen Einzelmeisterschaften und die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften machen und noch ein paar kleinere Wettkämpfe. Und nächstes Jahr bin ich dann bei der WM in Osaka dabei!
Ich möchte allen danken, die es möglich gemacht haben, dass ich überhaupt in Ratingen starten konnte. Zuerst Wolfgang Heinrich, der seinen ganzen Plan umgeschmissen hat, damit er jeden Tag meinen Oberschenkel behandeln konnte, dann Volker Müller, der auch meine Sitzbeinprobleme in den Griff gebracht hat, Josef Schadhauser, der dann auch in Ratingen dabei war und natürlich meinem Doktore Willi Wiedenmeir. Mein Mann kann auch bald unter die Physiotherapeuten gehen, der musste ganz schön viel Muskel kneten.
Ich wollte eigentlich nach diesem Jahr meine sportliche Karriere an den Nagel hängen, aber mit meinem neuen Trainer Stefan Wimmer macht das Training wieder richtig Spaß, was man ja auch an den Leistungen sieht. Ich hoffe, wir bekommen noch die nötige Unterstützung, damit dieses Team noch bis zu den Olympischen Spielen in Peking bestehen kann.
Natürlich sage ich noch meinen Schwiegereltern vielen Dank, denn sie passen immer auf unseren Junior auf und ohne sie könnte ich nicht so konsequent und konzentriert arbeiten. Mein Mann muss auch auf einiges verzichten, er bekommt es bestimmt irgendwann zurück!
29.05.06
Karin Ertl steigt in Götzis verletzt aus
Karin Ertl musste beim Mehrkampf-Meeting in Götzis (Österreich) vorzeitig verletzt aufgeben. Die Regensburgerin zog sich am Sonntagvormittag gleich beim ersten Versuch im Weitsprung, der mit 5,98 Metern gemessen wurde, eine Verletzung am rechten Oberschenkel zu.
„Es war dann die Frage, ob ich mich hier durchquäle und vielleicht 6.150 Punkte mache oder ganz auf Ratingen setze“, sagte die 31-Jährige, die nun in vier Wochen einen neuen Anlauf in Richtung EM-Qualifikation unternehmen will und dafür aus Vorarlberg zumindest das sichere Gefühl mitnehmen konnte, dass die Form stimmt.
Nach dem ersten Tag lag Karin Ertl bei der starken Konkurrenz in Götzis noch auf einem glänzenden dritten Rang. Ihr Zwischenergebnis deutete auf eine Punktzahl zwischen 6.200 und 6.300 hin, mit der sie die EM-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes von 6.100 Zählern locker abhaken hätte können.
22.05.06
Karin Ertl hat etwas zu beweisen
„In Götzis ist immer gute Stimmung“, sagt Karin Ertl. Die Siebenkämpferin von der LG Domspitzmilch Regensburg freut sich auf das kommende Wochenende (27./28. Mai), an dem sie zum ersten Mal seit vier Jahren wieder in Österreich am Start ist.
Die 31-Jährige blickt optimistisch und gut gelaunt der Rückkehr nach Vorarlberg, wo sie im Olympiajahr 2000 mit 6.396 Punkten ihre immer noch gültige persönliche Bestleistung aufstellte, entgegen.
Der Grund ist denkbar einfach. Karin Ertl fühlte sich seit ihrer Babypause 2003 noch nie so fit wie jetzt. „Ich konnte in der Vorbereitung alles durchziehen“, erzählt sie, „läuferisch bin ich ganz gut drauf.“ Das zeigten auch ihre Wettkampfergebnisse in den letzten Wochen, wobei sie im Sprungbereich noch Reserven sieht.
In Götzis will sie jetzt die Leistungen aus den Einzelwettkämpfen bestätigen. „Im Mehrkampf geht immer mehr“, weiß sie zudem und liebäugelt mit der EM-Norm von 6.100 Punkten, die sie bereits jetzt abhaken möchte, auch wenn die EM-Tickets für das deutsche Team für den Saisonhöhepunkt in Göteborg (Schweden; 7. bis 13. August) erst vier Wochen später in Ratingen vergeben werden.
„Das will ich schaffen“, sagt sie, „aber ich glaube, dass ich auch 6.200 oder 6.250 Punkte anbieten kann. Ich greife am Wochenende an. Ich freue mich darauf.“ Trotzdem steht für sie vor dem Hintergrund der Nominierungsrichtlinien fest: „Ich setze mehr auf Ratingen.“
Denn dort ist mit einem Gerangel bei der Vergabe um die Startplätze für Göteborg zu rechnen. „Das wird sicher nicht einfach werden. Wir sind fünf Kandidatinnen.“ Drei aus Fünf also! Karin Ertl, die Erfahrenste im Lager der deutschen Siebenkämpferinnen, will auf jeden Fall zu den Dreien gehören und der jüngeren Konkurrenz wie schon in den letzten beiden Jahren, als sie bei den Olympischen Spielen in Athen und der Weltmeisterschaft in Helsinki dabei war, ein Schnippchen schlagen. Sie unterstreicht: „Ich habe noch etwas zu beweisen.“
Daran knüpft sie auch die Ansage, dass sie trotz ihrer schwierigen, aber dank der Unterstützung ihres Ehemanns Christian lösbaren Rolle als Leistungssportlerin und Mutter noch nicht an ein Karriereende denkt. Im Herbst will sie entscheiden, wie es in ihrer Mehrkampf-Karriere weitergeht.
Momentan deuten allerdings die Vorzeichen mit Stefan Wimmer als neuem Trainer („Das Training macht viel Spaß, es geht vorwärts“) und der LG Domspitzmilch Regensburg als neuem Verein („Ich habe den Wechsel noch keine Minute bereut“) an, dass Karin Ertl über die EM-Saison hinausdenkt. Umso mehr, wenn die nächsten Monate nach Plan verlaufen.
22.01.06
Drei bayerische Hallen-Titel für Karin Ertl
Mit drei bayerischen Hallentiteln gab Mehrkämpferin Karin Ertl am Wochenende in Fürth einen überzeugenden Einstand im Trikot ihres neuen Vereins LG Domspitzmilch Regensburg. "Ich habe mich super-spritzig und gut gefühlt", stellte die 31-Jährige zufrieden fest.
Mit 8,41 Sekunden über 60 Meter Hürden, 6,07 Metern im Weitsprung und 14,24 Metern im Kugelstoßen zeigte die Ex-Fürtherin gute Form. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich für die Hürden schon so fit bin", sagte Karin Ertl, "von dem Kugelstoßergebnis war ich dagegen nicht überrascht. Im Weitsprung hatte ich mir die sechs Meter vorgenommen."
Beinahe hätte sie sich im Hochsprung noch einen weiteren Sieg geholt. Dort musste sie sich aber letztlich mit 1,72 Metern Kerstin Falk (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg; 1,75 m) knapp geschlagen geben. "Das hat mich ein wenig geärgert, aber ich war zu platt. Es war ein hartes Programm an den zwei Tagen."
Karin Ertl präsentierte sich eine Woche vor den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften in Frankfurt-Kalbach, wo sie das Treppchen anpeilt, insgesamt in guter Verfassung. "Nächste Woche will ich vor allem Spaß haben", gab sie ihr Motto preis.
04.12.05
Neues
sportliches Zuhause in Regensburg
Karin Ertl hat
sich zu einem Vereinswechsel entschieden. Sie wird nicht mehr im Trikot des LAC
Quelle Fürth/München/Würzburg, sondern ab dem nächsten Jahr für die LG
Domspitzmilch Regensburg durchstarten.
Außerdem
arbeitet Karin nun neben dem DLV-Disziplintrainer Klaus Baarck mit Stefan Wimmer
als Coach zusammen und trainiert in München in einer neuen Gruppe. "Das
läuft ganz gut an", stellt die 31-Jährige zufrieden fest.
In der
kommenden Hallensaison plant Karin mehrere Einzelstarts. Im Mittelpunkt stehen
dabei vor allem die deutschen und bayerischen Titelkämpfe.
25.08.05
Karin Ertl hat Saison beendet
Karin Ertl (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg), die bei der WM in Helsinki mit Rückenproblemen kämpfte und ihren Wettkampf deshalb nicht zu Ende bringen konnte, entschied sich in dieser Woche dazu, die Saison nun endgültig zu beenden. Die Olympia- und WM-Teilnehmerin erklärte: "Ich mache Pause, tue dem Rücken was Gutes und gehe dann in den Aufbau für den nächsten Sommer."
07.08.05
Karin Ertl beendet Siebenkampf vorzeitig
Siebenkämpferin Karin Ertl (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg) hat ihren Wettkampf bei der Weltmeisterschaft in Helsinki am Sonntag vorzeitig beendet. Die 31-Jährige laboriert an einer schmerzhaften Rückenverletzung, die sie bereits am ersten Tag eingeschränkt hatte.
Obwohl die 31-Jährige bereits überlegt hatte, zum zweiten Tag schon gar nicht mehr anzutreten, wollte sie es noch einmal versuchen und stellte sich beim Weitsprung vor.
Dort kam sie aber angeschlagen auf lediglich 5,67 Meter und blieb damit deutlich unter ihrem eigenen Leistungsniveau in einer ihrer Paradedisziplinen.
„Ich wüsste nicht, was es mir bringen würde, wenn ich den Wettkampf jetzt noch beenden sollte. Die Verletzung kann nur noch schlimmer werden“, erklärte Karin Ertl, die nach fünf Disziplinen auf Rang 17 (4.285 Punkte) lag und damit keine 6.000 Punkte mehr hätte erreichen können.
03.08.05
Karin Ertl mitten im Gedrängel
Die Weltmeisterschaft in Helsinki beginnt am kommenden Samstag quasi mit dem ersten Startschuss im Siebenkampf.
Hinter den Favoritinnen Carolina Klüft (Schweden) und Eunice Barber (Frankreich) sowie den Medaillenanwärterinnen Kelly Sotherton (Großbritannien), der überraschenden Götzis-Dritten Hyleas Fountain (USA) und Austra Skujyte (Litauen) sind im Olympiastadion rund zehn Siebenkämpferinnen mit Saisonbestleistungen zwischen 6.150 und 6.300 Punkten auf Lauerstellung.
Mittendrin auch die Deutschen Sonja Kesselschläger (SC Neubrandenburg; 6.221 Punkte in Götzis), Lilli Schwarzkopf (LC Paderborn; 6.196 in Erfurt) und Karin Ertl (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg; 6.163 in Ratingen).
Die routinierte Karin Ertl, die zum dritten Mal bei einer WM dabei ist, bereitete sich unter anderem mit zwei bayerischen Meistertiteln auf die Aufgabe vor, nachdem sie in Ratingen als beste Deutsche mit Selbstbewusstsein die Anlage verlassen konnte: "Trotz schlechter Vorbereitung ging dort viel." In Helsinki will sie nun dafür sorgen, dass vielleicht noch mehr geht und sich in dem Gedrängel beweisen.
27.06.05
Mit WM-Norm
beste Deutsche in Ratingen
Karin Ertl spielte an diesem Wochenende beim erdgas-DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen ihre ganze Routine aus. Die 31-Jährige erfüllte als Zweite im Siebenkampf mit 6.163 Punkten die WM-Norm für Helsinki (6.100) und kann sich als beste DLV-Athletin bei der hochrangigen nationalen Veranstaltung nun auch ihres Tickets nach Helsinki sicher sein.
„Ich bin ohne Probleme durch den Mehrkampf gekommen“, stellte Karin Ertl fest, „ich freue mich, dass es so gut geklappt hat und ich jetzt unter den ersten Drei der deutschen Bestenliste und die beste Deutsche in Ratingen bin.“
Wie erwartet lieferte sich die Athletin vom LAC Quelle Fürth/München/Würzburg am Sonntag einen Zweikampf um den Gesamtsieg mit Kylie Wheeler, den die Australierin mit einem couragierten 800-Meter-Rennen (2:09,98 min) letztlich für sich entschied. Die Vorjahressiegerin setze sich auch diesmal mit 6.231 Punkten durch.
Karin Ertl sagt im Ausblick auf
die Weltmeisterschaft in Helsinki (6. bis 14. August): "Trotz schlechter
Vorbereitung ging in Ratingen viel. Ich hoffe jetzt, dass ich in den nächsten
sieben Wochen gut trainieren und mich auf das Wesentliche konzentrieren kann.
Ein Platz unter den ersten Acht ist dann nicht unrealistisch. Die Punktebreite
ist in diesem Bereich international sehr dicht. (Foto: Gantenberg)
28.01.05
Karin Ertl konzentriert sich ganz auf den WM-Sommer
Siebenkämpferin Karin Ertl wird in dieser Hallensaison pausieren. Die 30-jährige unterzog sich im November kurzfristig einem Eingriff am Knie, um Meniskus- und Knorpelschäden korrigieren zu lassen, und legt deshalb den Fokus in diesem Jahr voll auf den Sommer mit der Weltmeisterschaft in Helsinki: "Die Gesundheit ist wichtiger."
Im Anschluss an die Operation im Herbst hat Karin Ertl zunächst ein Rehaprogramm absolviert. Inzwischen steht sie auch wieder im Training. "Ich war gleich wieder drin", erzählt sie. Im Frühjahr will sie zur Vorbereitung standesgemäß ein Trainingslager aufschlagen. Die endgültige Entscheidung zu den Einzelheiten hat die frühere Hallen-Europameisterin aber noch nicht getroffen.
In der Freiluftsaison erwartet die zweimalige Olympia-Teilnehmerin wieder einen erbitterten Kampf um die drei Startplätze für den Saisonhöhepunkt: "Die WM ist mein Ziel, aber es wird wieder sehr spannend werden." Denn die jungen Mehrkämpferinnen wie Claudia Tonn, Lilli Schwarzkopf oder Jennifer Oeser drängen nach vorne und machen den Etablierten starke Konkurrenz. Doch die gebürtige Allgäuerin hat bereits im vergangenen Sommer erfolgreich auf ihre Routine vertrauen können.
Ihren nächsten Siebenkampf würde Karin Ertl gerne Ende Mai in Götzis (Österreich) bestreiten. Dort war sie zuletzt 2001 am Start und es ist an der Zeit, dass die Athletin des LAC Quelle Fürth/München/Würzburg auf dem Weg zum ruhrgas DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen wieder einmal das Flair in Vorarlberg genießen kann.
Karin Ertl will der deutschen Siebenkampf-Szene in jedem Fall noch etwas erhalten bleiben. "Ich plane zwar von Jahr zu Jahr, aber die EM 2006 in Göteborg würde ich noch gerne machen", sagt sie. Bis 2007 gehört die junge Mutter voraussichtlich auch weiterhin der Sportfördergruppe der Bundeswehr an, womit sich gute Rahmenbedingungen ergeben, Leistungssport und Familie erfolgreich unter einen Hut zu bringen.
01.09.04
Über 6.000
Punkte in Athen
Karin Ertl platzierte sich bei
den Olympischen Spielen in Athen auf Rang 17 mit 6.095 Punkten und ärgerte sich ein wenig, weil sie durchaus hätte weiter vorne landen können. "Wenn meine Sprünge besser gewesen wären, hätte ich mir noch mehr zugetraut", sagte die Hallen-Europameisterin von 2000.
Davon abgesehen war es für sie ein toller Wettkampf in motivierender Atmosphäre. "Wenn nur der Weitsprung und der Hochsprung besser geklappt hätte. Aber den Hochsprung konnte ich kaum trainieren, weil ich Fußprobleme hatte und im Weitsprung musste ich einen
Sicherheitssprung hinlegen, der war dann eben nur bei 6,03 Meter."
Die nächsten Tage will sie "erst mal realisieren, was da überhaupt abgegangen ist." Dann macht
sie Urlaub und dann geht es anschließend in die Vorbereitung auf die nächste Saison. "Es geht auf jeden Fall weiter bei mir", sagt die 30-Jährige Bayerin.
07.07.04
Jetzt
Wettkampfpraxis sammeln
Nachdem Karin
Ertl die Olympiaqualifikation im Siebenkampf in der Tasche hat, gilt es jetzt im
Juli in der Vorbereitung auf Athen neben dem konzentrierten Training vor allem
auch, weitere Wettkampfpraxis zu sammeln. Deshalb startet die Athletin vom LAC
Quelle Fürth/München/Würzburg am kommenden Wochenende bei den Deutschen
Meisterschaften in Braunschweig über 100 Meter Hürden und im Weitsprung. Zwei
Wochen später ist Karin Ertl dann bei den Bayerischen Meisterschaften in
München gemeldet, dort testet sie neben diesen zwei Disziplinen auch noch im
Speerwurf ihre Form.
28.06.04
Olympianorm
geknackt
Die 30-Jährige Karin Ertl kann
sich über ihr gelungenes Comeback nach zweijähriger Mehrkampf-Pause wegen der Geburt ihres
Sohnes freuen. Sie schaffte beim ruhrgas DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen am
vergangenen Wochenende mit 6.165 Punkten
die Olympianorm (6.080) und ist dadurch die derzeit drittstärkste
Siebenkämpferin im deutschen Lager. Damit sollte sie mit Sonja Kesselschläger
und der überraschend starken Claudia Tonn im August nach Athen fahren. Das
Olympiateam wird Mitte Juli endgültig nominiert.
21.06.04
Karin Ertl mit ordentlicher Generalprobe
Die nach ihrer Babypause wieder in das Wettkampfgeschehen zurückgekehrte Siebenkämpferin Karin Ertl nähert sich rechtzeitig vor dem ruhrgas DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen alter Form. Am Samstag lief sie in Germering die 100 Meter Hürden in 13,56 Sekunden. Im Weitsprung kam die 29-jährige vom LAC Quelle Fürth/München/Würzburg nach einer Steigerung fast von Versuch zu Versuch auf 6,14 Meter. Jetzt darf man schon gespannt sein, wie sie sich am kommenden Wochenende bei ihrem Siebenkampf-Comeback in Ratingen präsentiert. Es geht um das Olympiaticket!
08.06.04
Vorbereitungsprogramm
für Ratingen
Karin Ertl wird
vor ihrem Auftritt beim DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen am 26. und 27. Juni
bei zwei Veranstaltungen ihre Form testen.
Die Starts in
Regensburg (13.6.) im Kugelstoßen und über die 100 Meter Hürden sowie in
Germering (19.6.) im Weitsprung und über 200 Meter sind ihre ersten Wettkämpfe
nach ihrer Babypause.
In Ratingen
geht es dann gegen die deutsche Siebenkampf-Konkurrenz bereits um das
Olympiaticket nach Athen.
24.05.04
Comeback
kurzfristig verschoben
Karin Ertl hat
in Absprache mit ihrem Trainerstab kurzfristig entschieden, wegen ihrer noch
nicht ganz ausgeheilten Achillessehnenbeschwerden auf das für das
Pfingstwochenende in Götzis geplante Siebenkampf-Comeback zu verzichten.
"Ich bin
noch nicht hundertprozentig fit", sagt sie, "deshalb hat jetzt
Ratingen für mich Priorität." Denn beim dortigen Mehrkampf-Meeting am 26.
und 27. Juni gilt es das Olympiaticket nach Athen im Vergleich mit den anderen
DLV-Siebenkämpferinnen zu erobern.
Karin Ertl, die
nun die insgesamt bis zum Start in Ratingen verbleibenden fünf Wochen nutzen
möchte, will aber vor allem nicht den selben Fehler wiederholen, der sie vor
zwei Jahren um die EM-Teilnahme in München brachte. Damals trat sie bei drei
Starts angeschlagen an.
21.04.04
Grundlage
für Comeback gelegt
"Die
Grundlage ist gelegt", berichtet Karin Ertl wenige Tage nach ihrer Rückkehr aus dem
Trainingslager in Stellenbosch (Südafrika). Dort hatte sie sich gemeinsam mit
ihren Neubrandenburger Siebenkampf-Kolleginnen Sonja Kesselschläger und
Kathleen Gutjahr in die Olympia-Vorbereitung gestürzt.
"Es war
ein gutes Trainingslager", sagt die 29-jährige, für die es nicht einfach war, sich
von ihrer Familie, zu der seit rund einem Jahr auch Sohn Florian gehört, zu
trennen. Auch wenn Karin Ertl momentan die Achillessehne etwas
"zwickt", lässt sie sich davon nicht beirren. "Fit bin
ich", stellt sie unmissverständlich klar.
Klar ist auch
das Ziel: die Olympia-Teilnahme im August in Athen. "Ich hoffe, dass wir
dort im Siebenkampf zu dritt dabei sind", meint die gebürtige Allgäuerin, die
Anfang Mai den ersten Testwettkampf bestreiten will, hinsichtlich der deutschen
Mannschaft.
Getestet wird
in den nächsten Wochen für das Siebenkampf-Comeback nach der Babypause.
"In Götzis werden die Karten neu gemischt, dieser Start ist in jedem Fall
geplant", sagt Karin Ertl im Hinblick auf ihren Auftritt am 29. und 30. Mai
in Vorarlberg, "ich will dort richtig durchziehen und versuchen, die
Olympianorm zu schaffen."
13.10.03
Junge Mutter Karin Ertl greift wieder an
Seit wenigen Tagen steht Karin Ertl wieder täglich im Training. Die 29-jährige Mehrkämpferin will nach ihrer Babypause in diesem Jahr erneut angreifen. Schließlich locken die Olympischen Spiele in Athen als großes Ziel.
Die junge Mutter - Sohn Florian kam im April zur Welt - hat sich mit dem Familienleben angefreundet. Karin Ertl kann auf die Unterstützung von ihrem Ehemann Christian und den Großeltern bauen und sich so gelassen ihrer weiteren sportlichen Laufbahn widmen. "Ich kann beruhigt trainieren und brauche mir keine Sorgen machen. Es lässt sich alles gut vereinbaren."
Anfang November wird sich die gebürtige Allgäuerin, die vor den Toren Münchens lebt, wieder im Kreis der Nationalmannschaft beim Treffen in Antalya blicken lassen, nachdem sie die WM in Paris nur aus der Ferne miterlebte.
Die neue 7.000-Punkte-Frau Carolina Klüft, der sie bisher noch nicht im direkten Wettkampfduell gegenüberstand, lässt Karin Ertl staunen: "Ihre Entwicklung ist schon sehr steil. An ihr wird so leicht niemand vorbeikommen. Aber sie ist ein Mädel wie alle anderen auch, ganz natürlich."
Das erste Aufeinandertreffen mit der extrovertierten Schwedin ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Die deutsche Siebenkämpferin liegt auf Kurs. "Die Tests sind ganz gut", berichtet sie. Vor allem an der Kraft muss sie nach der freiwilligen Zwangspause aber noch arbeiten.
Im heimischen Bayern wird sie von Ewald Kaufmann und Joachim Lipske im Training betreut, die Koordination liegt künftig in den Händen von Bundestrainer Klaus Baarck, zu dessen Trainingsgruppe in Neubrandenburg Karin Ertl auch hin und wieder stoßen wird.
Olympia 2004 in Athen. Da will die WM-Fünfte von Edmonton hin: "Das Ziel ist dabei zu sein. Es wird ein harter Weg." Denn in einem ist sie sich sicher: "Nächstes Jahr werden alle wieder auf der Matte stehen." So war es auch vor drei Jahren auf dem Weg nach Sydney, als die deutschen Olympiatickets in einem knallharten Konkurrenzkampf vergeben wurden.
Karin Ertl wäre aber nicht Karin Ertl, wenn sie nicht den nötigen Optimismus ausstrahlen würde: "Ich habe keine Bedenken, das zu schaffen, wenn es gut läuft." Dafür tut sie momentan alles, dafür arbeitet sie. Denn sie weiß aus Erfahrung, was sie will.
20.04.03
Florian Ertl
erblickt das Licht der Welt
Karin Ertl ist
Mutter. Am Karfreitag erblickte Sohn Florian mit 2.550 Gramm und 48 Zentimeter
Körpergröße das Licht der Welt. "Er hatte es sehr eilig", lautete
die Kunde aus dem Hause Ertl, denn der Geburtstermin war planmäßig eigentlich
erst in fünf Wochen. "Alle sind wohlauf", berichtete der stolze Vater
Christian.
11.12.02
Siebenkämpferin Karin Ertl macht eine Babypause
Die Siebenkämpferin Karin Ertl vom LAC Quelle Fürth/München wird im nächsten Jahr eine Babypause einlegen. Im Mai erwartet die 28-jährige Nachwuchs.
Nach den gesundheitlichen Problemen mit ihrem Sitzbein, die sie schon seit dem letzten Jahr verfolgen und die in dem vergangenen Sommer die angestrebte Qualifikation für die Europameisterschaft in München vereitelten, nutzte sie damit den momentanen Zeitpunkt für die Familienplanung. Es ist auch eine Art selbstverordnete Zwangspause im Wohle der eigenen Gesundheit.
"Jetzt bin ich gezwungen, kürzer zu treten", stellt Karin Ertl fest, "ich hoffe, dass ich mit der Pause durch die Schwangerschaft auch die Verletzung gut auskurieren kann." Noch Ende August hatte sich die frühere Hallen-Europameisterin am Fuß operieren lassen. Momentan trainiert sie eingeschränkt, wobei vor allem noch die Rehabilitation im Vordergrund steht.
"Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen möchte ich wieder mit dabei sein", gibt sich Karin Ertl, die der Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört und sich dort bis 2005 verpflichtet hat, gewohnt ehrgeizig. Sie stellt damit klar, dass sie nach der Babypause wieder auf die große Bühne der internationalen Leichtathletik zurückkehren möchte.
Auf dem Weg dorthin wird sie künftig mit Klaus Baarck als Nachfolger ihres bisherigen Trainers Wolfgang Frenzl zusammenarbeiten. Diese Entscheidung hatte sie Ende Oktober nach Gesprächen mit den DLV-Verantwortlichen getroffen. "Die Betreuung vor Ort bei Siebenkämpfen durch den Heimtrainer ist wichtig", meint Karin Ertl, "Klaus Baarck ist ein erfahrener Mann und ich denke, ich bin bei ihm gut aufgehoben."
Zu überwinden gilt es bei dieser Zusammenarbeit allerdings die große Entfernung von Landsham bei München, wo Karin Ertl mit ihrem Ehemann Christian wohnt, nach Neubrandenburg. Im Januar wird sie erstmals in den Nordosten der Republik aufbrechen, um sich mit den dortigen Bedingungen vertraut zu machen. Nach der Babypause ist dann in Abständen von vier bis fünf Wochen ein mehrtägiger Trainingsaufenthalt geplant. Mit den deutschen EM-Teilnehmerinnen Sonja Kesselschläger und Kathleen Gutjahr sowie der Schweizerin Simone Oberer erwartet die gebürtige Allgäuerin eine leistungsstarke Trainingsgruppe.
Nach dem Rücktritt von Sabine Braun und der Schwangerschaft von Karin Ertl bietet sich im nächsten Jahr nun vor allem den jungen Mehrkämpferinnen die Möglichkeit, sich national gut in Szene zu setzen. Die bayerische Vorzeigeathletin der letzten Jahre wünscht sich während ihrer Pause besonders, dass ihre Kolleginnen die Mehrkampffarben hoch halten: "Ich hoffe, dass der deutsche Siebenkampf bei der Weltmeisterschaft in Paris gut vertreten ist."
21.10.02
Wieder im
Aufbau
Nach der
Operation am Sprunggelenk Ende August und einem zwischenzeitlichen Urlaub in der
Dominikanischen Republik ist Karin Ertl nun schon ohne Gips und ohne Schiene
unterwegs. Auch sportlich packt sie wieder an. Der leichte Aufbau - unter
anderem mit Aquajogging - hat begonnen. Noch nicht entschieden ist im Moment die
Trainerfrage.
28.08.02
Karin Ertl unter’m Messer und auf Trainersuche
Die deutsche Siebenkämpferin Karin Ertl hat die Saison abgehakt. Nach der verpassten EM-Qualifikation richtet sich ihr Blick nun voraus. Das Fernziel heißt Olympische Spiele 2004 in Athen.
Am Donnerstag unterzieht sich die WM-Fünfte des letzten Jahres in Gräfelfing einem ambulanten Eingriff am Sprunggelenk des rechten Fußes. „Dabei werden die Bänder wieder hingeflickt“, erzählt sie. Der Sprungfuß war aufgrund von älteren Verletzungen schon seit längerem instabil und diese Probleme sollen durch die Operation behoben werden. Außerdem erhofft sich Karin Ertl davon auch eine Besserung ihrer Sitzbeinbeschwerden, die sie nicht zuletzt beim Kampf um das begehrte EM-Ticket immer wieder einholten und einschränkten.
„Für mich ist im nächsten Jahr erst einmal wichtig, diese Problematik in den Griff zu bekommen“, sagt die Vorzeigeathletin des LAC Quelle Fürth/München, „mit den Schmerzen kommt man zu nichts.“ Nach der bevorstehenden Operation geht es zunächst in eine behutsame Reha, der ein langsamer Aufbau folgen soll. „Eine Hallensaison ist nicht geplant.“ Neben der Weltmeisterschaft in Paris im nächsten Jahr gilt der Ausblick vor allem einer zweiten Olympia-Teilnahme 2004 in Athen.
Eine einschneidende Veränderung steht bei Karin Ertl jedoch nun ins Haus. Wolfgang Frenzl, der sie in den letzten Jahren hauptsächlich und zuletzt zusammen mit Joachim Lipske und Ewald Kaufmann betreut hat, wird sich aus dem Trainergeschäft zurückziehen. „Es steht noch in den Sternen, wie es weitergeht“, grübelt die frühere Hallen-Europameisterin derzeit und ist auf der Suche nach einem neuen Coach, der ihre Planungen und Geschicke lenkt, „ich bin in alle Richtungen offen.“
Nur in der bayerischen Heimat würde die 28-jährige gerne weiterhin trainieren, schließlich wohnt sie vor den Toren Münchens zusammen mit Ehemann Christian in einem eigenen Haus. Trotz der bevorstehenden Trennung blickt Karin Ertl zufrieden und ohne Zorn auf die Zusammenarbeit mit Wolfgang Frenzl zurück: „Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit.“
08.07.02
Doppelstart
bei den Deutschen Meisterschaften
Karin Ertl
liess es sich nur eine Woche nach dem Mehrkampf-Europacup in Bydgoszcz nicht
nehmen, bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid das Trikot
ihres Vereins, dem LAC Quelle Fürth/München, überzustreifen. Sie kam dabei im
Weitsprung mit 6,10 Metern auf Rang acht und lief die 100 Meter Hürden im
Vorlauf in 13,75 Sekunden, was aber als Vierte nicht ganz für das Finale
reichte.
30.06.02
Karin Ertl führt DLV-Frauen zum Europacup-Sieg
Karin Ertl führte beim Mehrkampf-Europacup im polnischen Bydgoszcz die deutschen Siebenkämpferinnen als Siegerin in der Einzelwertung mit 6.017 Punkten zum Europacup-Gewinn. 17.940 Zähler standen am Ende in der Summe zu Buche, damit verwiesen die DLV-Damen, die auch die Einzelplätze eins bis vier belegten, die Russinnen (17.449 Punkte) deutlich auf Platz zwei.
Der Mannschaftserfolg ist für die Athletin des LAC Quelle Fürth/München aber nur ein schwacher Trost. Denn bereits nach dem Samstag war angesichts der schlechten Bedingungen klar, dass für sie die angepeilte EM-Norm von 6.200 Punkten nicht mehr zu erreichen sein würde. Im Gegensatz zu Sabine Braun und den Neubrandenburgerinnen Kathleen Gutjahr und Sonja Kesselschläger, die sie beide in Bydgoszcz hinter sich liess, erfüllt sie
damit die Nominierungsvoraussetzungen für den Saisonhöhepunkt in München
leider nicht. Karin Ertl war von den 32 Teilnehmerinnen die einzige, die im Endklassement mit 6.017 Punkten die 6000er Marke knackte. Die Ingolstädterin Sabine Krieger (5.973), Sonja Kesselschläger (5.950) und Kathleen Gutjahr (5.937) folgten vor der ersten nicht-deutschen Starterin, der Ukrainerin Nataliya Dobrynska (5.923) auf den weiteren Plätzen.
26.06.02
Karin Ertl kündigt an: "Die Zeit ist reif"
Voller Optimismus reist die Siebenkämpferin Karin Ertl (LAC Quelle Fürth/München)
am kommenden Wochenende zum Mehrkampf-Europacup nach Bydgoszcz. Sie unternimmt innerhalb von vier Wochen den dritten Anlauf auf die EM-Norm von 6.200 Zählern, nachdem sie diese Marke in Götzis und in Ratingen verfehlte. "Die Zeit ist reif", lautet ihr selbstbewußtes Motto, "ich muss meine letzte Chance nutzen." Sie will sich im anstehenden
Siebenkampf ganz auf sich konzentrieren und so ihre Leistung abrufen. "Ich brauche nur das zu machen, was ich kann." Sie befindet sich auf dem Weg nach oben und hat die Schleimbeutelentzündung, die in Ratingen festgestellt wurde, weitgehend überwunden: "Es fühlt sich nicht schlecht an." Auch die Sitzbeinprobleme bessern sich langsam. Die gebürtige Allgäuerin, die vor den Toren Münchens lebt und um ihr Heimspiel bei der EM kämpft, startet zum dritten Mal beim Europacup.
17.06.02
Aller guten
Dinge sind Drei...!?
Karin Ertl muss
beim Kampf um das Ticket zur Europameisterschaft in München Ende Juni beim
Europacup im polnischen Bydgoszcz in die dritte Runde. Der erste Tag beim
ruhrgas DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen verlief noch gut, in allen Disziplinen
konnte Karin bessere Leistungen abliefern als zwei Wochen zuvor in Götzis, nur
der Sonntag mit 6,15 Metern zum Auftakt im Weitsprung machte ihr einen Strich
durch die EM-Rechnung. "Die Weite hat nicht ganz gepasst. Dort habe ich
fünfzehn Zentimeter liegen gelassen." Danach war die Luft raus, die
EM-Norm nicht mehr erreichbar. 40,67 Meter im Speerwurf und vor allem 2:30,48
Minuten über 800 Meter bildeten nicht mehr als die Pflicht, um das Ticket zur
dritten Chance, dem Europacup, sicher in der Tasche haben. Deshalb sind die
5.955 Punkte nicht überzubewerten. Die volle Konzentration gilt nun der
Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf in zwei Wochen. "Es fehlt nicht
mehr viel", ist Karin, bei der nach dem Siebenkampf in Ratingen eine
Schleimbeutelentzündung festgestellt wurde, überzeugt, "ich werde mich
jetzt noch einmal richtig ins Zeug legen." Der Kampfgeist ist weiterhin
geweckt, eine Nicht-Teilnahme bei der EM kein Thema: "Es wäre traurig,
aber daran will ich noch nicht denken. Ich bin nicht chancenlos, wenn alles
glatt läuft, sind die 6.200 Punkte kein Problem."
12.06.02
Bereit für
die nächste Aufgabe
"Ich
konnte die zwei Wochen seit Götzis gut trainieren", sagt Karin Ertl, für
die nun am Wochenende mit dem ruhrgas DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen der
Wettkampf ansteht, bei dem es darum geht, die EM-Norm von 6.200 Punkten zu
überbieten und damit einen entscheidenden Schritt in Richtung EM-Teilnahme zu
tun. Für Freitagmittag ist der Flug vom heimischen Bayern nach Westfalen
gebucht und noch am selben Abend steht noch das übliche Beschnuppern des
Stadions mit einem Trainingsauftakt an, ehe es am Samstag und Sonntag in den
sieben Bewerben zählt.
03.06.02
Jetzt zählt
Ratingen!
Nach dem
sechsten Bewerb, dem Speerwurf, war Karin Ertl beim Mehrkampf-Meeting in Götzis
klar, dass es nicht zur EM-Norm von 6.200 Punkten reichen würde. "Deshalb
habe ich mich entschieden, auf die 800 Meter zu verzichten, um mich zu
schonen", berichtet die 27-jährige und bekennt: "Mir fehlte noch ein
wenig die Spritzigkeit." Daran wird sie in den nächsten Tagen arbeiten,
denn den Blick richtet sie nun voll und ganz auf das ruhrgas
DLV-Mehrkampf-Meeting in Ratingen am 15. und 16. Juni. Dort zählt es. Der Kampf
um die EM-Tickets für München wird heiss, denn Sabine Braun und Kathleen
Gutjahr konnten in Götzis die DLV-Norm knacken. "Wir werden in zwei Wochen
sehen, wer mitfährt", sagt die Quelle-Athletin, "es ist noch nichts
verloren. Ich hoffe, dass ich es in Ratingen fix machen kann." Die
Messlatte liegt hoch. "Mit etwas Glück kann man in diesem Jahr sogar mit
6.200 Punkten Europameisterin werden", spekuliert Karin mit Blickrichtung
Saisonhöhepunkt angesichts der prominenten Ausfälle der internationalen
Top-Mehrkämpferinnen. Die Sitzbeinprobleme, die es ihr erst ab März ermöglichten,
wieder voll in das Training einzusteigen, rücken immer mehr in den Hintergrund:
"Es wird täglich besser, in Götzis war ich schwerzfrei, aber mir fehlen
einfach noch die Wettkämpfe." Für sie gilt es nun beim vielleicht
wichtigsten Wettkampf vor der EM, eben in Ratingen, die EM-Qualifikation in
trockene Tücher zu bringen und für das deutsche
Mehrkampf-Highlight ist sie bereits jetzt bis unter die Haarspitzen motiviert. "Man muss mit
Karin immer rechnen", sagt auch Bundestrainer Klaus Baarck im Hinblick auf
die nächste Aufgabe. Heimtrainer Wolfgang Frenzl glaubt an seinen
Schützling ("Für sie spricht die Routine") und Karin selbst
unterstreicht ihren Kampfgeist: "Aufgeben tue ich erst, wenn es nicht mehr
geht!" Die Zeichen stehen auf Angriff, keine Frage!
01.05.02
100 Tage vor
der EM im Plan - "Freue mich extrem auf München"
Am Montag waren es noch 100 Tage bis zum 6. August, dem ersten Tag der Leichtathletik-Europameisterschaft in München. Olympiapark-Geschäftsführer Wilfrid Spronk und Siebenkämpferin Karin Ertl berichteten aus diesem Anlass im Englischen Garten über den jeweiligen Stand der Vorbereitungen und läuteten damit den EM-Countdown ein. Nicht nur die EM-Organisatoren liegen im Plan, sondern auch die Lokalmatadorin, die täglich am Olympiastützpunkt München ihre Vorbereitung auf die europäischen Titelkämpfe vorantreibt. "Ich hoffe, im eigenen Land die Schallmauer durchbrechen und auf das Treppchen kommen zu können." Nach einem schwierigen Winter, in dem sie noch mit ihrer Sitzbeinentzündung aus dem vergangenen Jahr kämpfte - verbunden mit einer einmonatigen Reha-Maßnahme in Traunreuth, hat sie auf die Hallensaison verzichtet und das Augenmerk ganz auf den Sommer gelegt. Sie blickt nun optimistisch auf die anstehenden Wettkämpfe. Die EM-Norm von 6200 Punkten will sie erstmals am 1. und 2. Juni in Götzis überbieten. Wo sie vorher ihre Form testet, steht derzeit noch nicht fest. Wie Sprinterin Gabi Rockmeier vor ihr holte sie sich von Wilfrid Spronk am Montag das Okay dafür, im Vorfeld der EM im Olympiastadion die neuen Anlagen beschnuppern zu dürfen. "Das kann viel ausmachen", ist sich die 27-jährige sicher. Und auch an ihrer Euphorie lässt sie keinen Zweifel: "Ich freue mich extrem auf München."
17.04.02
Karin Ertl
konnte auf Kos gut trainieren
"Das Wetter hätte etwas wärmer sein können, aber wir konnten sehr gut trainieren", berichtet Siebenkämpferin Karin Ertl nach ihrer Rückkehr vom Trainingslager auf Kos. Dort arbeitete sie mit den deutschen Kurzstrecklern unter der Regie von Ewald Kaufmann, der sie in diesem Jahr auf ihrem Weg zur Europameisterschaft gemeinsam mit ihrem Stammtrainer Wolfgang Frenzl und Joachim Lipske unterstützt. "Die Bedingungen, was Platz, Geräte, Kraftraum und Physio betrifft, waren sehr gut." Nun gilt der Blick der 27jährigen natürlich schon den anstehenden Aufgaben im Sommer.
24.03.02
Trainingslager
auf Kos
Karin Ertl
startete in diesen Tagen mit den deutschen Hürdensprintern und Kurzstrecklern
ins Trainingslager auf Kos. Zwei Wochen lang wird sie sich dort intensiv auf den
Sommer mit der Europameisterschaft in München als Höhepunkt vorbereiten. Sie arbeitet dort
speziell mit Hürdencoach Ewald Kaufmann zusammen, um die entsprechenden
Grundlagen für die Siebenkämpfe in diesem Jahr zu legen.
07.01.02
Voraussichtlich
keine Hallensaison - Ewald Kaufmann jetzt Hürdentrainer
Karin Ertl wird
vermutlich in der bevorstehenden Hallensaison keine Starts bestreiten. Die
WM-Fünfte von Edmonton möchte sich ganz auf die Freiluftwettbewerbe
konzentrieren, um entsprechend vorbereitet und topfit die Europameisterschaft in
München anpeilen zu können. Dafür hat sie sich nun weitere Verstärkung in
ihrem Trainerstab gesichert. Bundestrainer Ewald Kaufmann wird sie vor allem im
Hürdenbereich betreuen und unterstützt damit ihren langjährigen Trainer
Wolfgang Frenzl und Wurfcoach Joachim Lipske. Die Zusammenarbeit mit Kaufmann
nahm bereits bei der Weltmeisterschaft in Edmonton ihren Anfang. Karin Ertl
erhofft sich von dieser neuen Konstellation eine weitere Steigerung ihrer
Leistungen.
10.10.01
Platz sechs
in der Mehrkampf-Challenge - Training hat wieder begonnen
Mit einem
sechsten Platz in der IAAF World Combined Events Challenge hat Karin Ertl auch
in diesem Jahr wieder bewiesen, dass sie im Siebenkampf zur Weltspitze gehört.
In die Wertung kommen dabei die drei besten Mehrkämpfe, was bei Karin in der
Summe 18784 Punkte bei einem Durchschnitt von 6261,3 Punkten ergab. In diesen
Tagen hat sie auch wieder mit dem Training und damit der Vorbereitung auf die
nächsten Aufgaben im EM-Jahr 2002 begonnen. "Muskelkater von oben bis
unten, als ob ich noch nie Leistungssport gemacht hätte", meint sie zu dem
alljährlich wiederkehrenden Phänomen zum neuerlichen Auftakt nach der
Regenerationsphase.
07.10.01
Foto-Shooting
durch München
In
der vergangenen Woche zog Karin Ertl gemeinsam mit der Ingolstädter Fotografin
Christine Olma an zwei Tagen durch München, die EM-Stadt des nächsten Jahres,
in der sie trainiert und sich auf den Saisonhöhepunkt 2002 vorbereitet.
"Es war sehr schön", fand die Siebenkämpferin Gefallen an dem
Foto-Shooting, bei dem sie sich an mehreren Schauplätzen und
Sehenswürdigkeiten von unterschiedlichen Seiten zeigte. Die geschossenen Bilder
sind wichtiger Bestandteil einer München-Reportage des
Leichtathletik-Online-Magazins www.steeple.de,
bei der Karin Ertl die bayerische Landeshauptstadt als Schauplatz der
Europameisterschaft vorstellt und die demnächst veröffentlicht wird. Eine
Auswahl der besten Motive finden Sie in der Galerie...
19.09.01
Karin Ertl
bleibt eine Quelle-Athletin
Karin Ertl
bleibt dem LAC Quelle Fürth/München als Vorzeigeathletin erhalten. Dies
entschied sich nur einen Tag nach der Neuwahl der Vorstandschaft, die nun von
Bertram Böhm angeführt wird. "Ich freue mich auf die weitere
Zusammenarbeit", sagte Karin nach der Entscheidung, "und wünsche dem
neuen Vorstand um Herrn Böhm viel Glück und meinem Verein auch mit einem
geringeren Etat weiter viele Erfolge." Die Siebenkämpferin war entgegen
anderslautenden Meldungen nicht auf der Suche nach einem neuen sportlichen
Zuhause und ist deshalb besonders glücklich darüber, weiter im Quelle-Trikot
starten zu können. Außerdem hofft sie, dass sie ihr Scherflein beitragen kann,
damit es mit dem Verein wieder aufwärts geht.
16.09.01
Nationalmannschaftstreffen
in Bad Füssing
Noch im
September beginnt bereits die Vorbereitungsphase auf die Europameisterschaft im
nächsten Jahr in München. Ein Großteil der Nationalmannschaft trifft sich im
ostbayerischen Bad Füssing zur Regeneration im Johannesbad. Karin Ertl wird die
volle Woche vom 24. bis zum 30. September mitbestreiten. Zum Ende der Maßnahme
steht in München ein Besuch des Oktoberfests und des Bundesligaspiels Bayern
München gegen VfB Stuttgart auf dem Programm. "Ich freue mich nach der
anstrengenden Saison auf die sieben Tage Erholung", sagt Karin zu dem
anstehenden Lehrgang.
29.08.01
Heimspiel in
Vaterstetten bringt Deutschen Meistertitel
Karin Ertl
konnte ihr Heimspiel bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten
erfolgreich gestalten. Mit soliden Leistungen hatte sie bereits vor den
abschließenden 800 Metern einen ausreichenden Vorsprung auf ihre
Konkurrentinnen herausgearbeitet, so dass sie schließlich mit 6152 Punkten
ungefährdet vor Beatrice Mau-Repnak (6026) den Siebenkampf-Titel gewann. Danach
musste sie erst einmal die zahlreichen Autogrammwünsche ihrer vor allem jungen
Fans befriedigen. "In Vaterstetten ist die Stimmung immer gut, außerdem
ist es vor meiner Haustüre", so die lockere Karin Ertl beim Heimspiel
unter sommerlichen Temperaturen und guten Bedingungen, "ich bin definitiv
schmerzfrei und wollte schon zeigen, dass ich noch was drauf habe."
Trotzdem möchte sie ihren Problemen mit dem Sitzbein, die sie den größten
Teil des Sommers über einschränkten, auf den Grund gehen und sich nun nach dem
Saisonende untersuchen lassen. Die einzelnen Leistungen des Siebenkampfs von
Vaterstetten finden Sie in den Starts...
06.08.01:
Bei WM
bestes Freiluftergebnis der Karriere erreicht
Mit einem
fünften Platz hat Karin Ertl bei der Weltmeisterschaft in Edmonton die bislang
beste Platzierung bei einem großen Freiluftereignis erreicht. 6283 Punkte
bedeuteten am Ende Rang fünf. Im Speerwurf, erfahrungsgemäß eine ihrer
schwächeren Disziplinen, erzielte sie mit 45,89 Metern eine neue persönliche
Bestleistung. Die restlichen Bewerbe waren solide, lediglich im Kugelstoßen und
im 200-Meter-Lauf ("Da hat mich wohl jemand am Trikot festgehalten")
wären noch die ein oder anderen Punkte mehr denkbar gewesen. "Ich bin sehr zufrieden. Es hätte auch der vierte Platz sein
können. Es fehlten nur ein paar Punkte", stellte Karin noch am Abend bei
der offiziellen DLV-Pressekonferenz fest. Sie wird nun gemeinsam mit Ehemann
Christian noch etwas mehr als eine Woche in der Nähe von Kamloops sozusagen
typisch kanadisch verbringen, bevor es wieder in die Heimat zurückgeht und sie
dann über ihren Start bei den Deutschen Meisterschaften in Vaterstetten
entscheidet. Zu den einzelnen
Ergebnissen...
03.08.01:
Gut in
Edmonton angekommen
Karin Ertl
freute sich, als sie nach dem wechselhaften Wetter im Camp in Calgary
strahlender Sonnenschein in der WM-Stadt Edmonton bei ihrer Ankunft am
Donnerstag begrüßte. Es sind nur noch wenige Stunden bis zum Auftakt des
Siebenkampfs am Samstag. Karin kämpft weiterhin ein wenig mit ihren Problemen
mit dem Sitzbein und hofft, dem vor allem im Kugelstoßen trotzen zu können.
Ihre Zielsetzung steht fest. Eine neue Bestleistung mit über 6400 Punkten und
ein Platz unter den ersten Sechs ist das, was sie erreichen möchte. Sie weiß
aber: "Das wird schwer."
03.08. -
12.08.01:
Weltmeisterschaft
in Edmonton
Aktuelle
Informationen rund um die WM in Edmonton finden Sie während der gesamten
Titelkämpfe beim Leichtathletik-Online-Magazin www.steeple.de!
14.07.01:
Über
Calgary zur Weltmeisterschaft nach Edmonton
Am
22. Juli geht es für Karin Ertl ins WM-Vorbereitungslager des DLV nach Calgary.
Nach zehn Tagen im Camp steht der Weiterflug in die WM-Stadt Edmonton auf dem
Programm. Damit gehört die einzige deutsche Siebenkämpferin zur ersten
schwarz-rot-goldenen "Delegation", die zu dem Event anreist. Karin
hofft, sich ähnlich wie von Götzis zu Ratingen erneut steigern zu können.
Während Weltmeisterin Eunice Barber (FRA) und Olympiasiegerin Denise Lewis (GBR)
voraussichtlich die Favoritenrollen übernehmen, hält sich die Quelle-Athletin
mit einer Prognose noch zurück und denkt vor allem an die starken
Osteuropäerinnen dahinter, die um die Medaillen mitkämpfen werden: "Es
ist schwierig, die Russinnen im Griff zu haben." Momentan befindet sich die
27jährige wegen ihrer Sitzbeinprobleme nach wie vor in intensiver ärztlicher
und physiotherapeutischer Behandlung. Große Sorgen bereitet ihr das allerdings
nicht. Schließlich trotzte sich auch schon in Ratingen mit exzellenten 6365
Punkten den Beschwerden: "Ich mache mir deshalb keinen Kopf." Der
Siebenkampf in Edmonton ist für den 4. und 5. August terminiert.
03.07.01:
Fünfter
Platz bei den Deutschen Meisterschaften
Bei den
Deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende in Stuttgart erreichte Karin
Ertl im Weitsprung unter den Spezialistinnen mit einer Weite von 6,28 Metern
einen guten fünften Platz. Unmittelbar hinter ihr trug sich die letztjährige
Olympia-Teilnehmerin Sofia Schulte (6,22 m) ein. Zur Zweitplatzierten Inga
Leiwesmeier fehlten Karin nur sieben Zentimeter. Standesgemäß gewann die
Olympiasiegerin Heike Drechsler mit 6,65 Metern.
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